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Nun haben die Nutzer von Twitter also die 5 Milliarden-Grenze überschritten: 5 Milliarden Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen…
Da soll noch einer sagen, zu twittern sei keine zeitgenössische Art der Unterhaltung. Immerhin existieren also nun 5 Milliarden Nachrichten. und es werden jede Sekunde ungefähr 300 Nachrichten mehr…
Was bedeutet das?
Nun – zum einen heißt das wohl erst einmal, dass das Phänomen Twitter noch lange nicht an seine Grenzen gestossen ist und vielleicht ja wirklich (wie es von einigen behauptet wird) auf dem Weg zur nächsten großen Killer-Applikation ist.
Zum Zweiten: es wird sich manches verändern: Online und Offline!
Online deshalb, weil es einfach die Art und weise zu kommunizieren verändert. wir erinnern uns? Früher gab es mal ein Modell Sender – Empfänger. Eine Nachricht wurde von einem Sender an einen Empfänger gesendet. Das fällt bei Twitter aber weg. Gut – ich habe Follower, aber ist das das Gleiche wie Nachrichtenempfänger? Seien wir doch ehrlich: Die meisten tweets derer, denen ich followe, lese ich nicht, weil ich ja meistens gar nicht bei Twitter eingeloggt bin. Das heißt also: Ich sende umgekehrt gedacht meine Nachricht an meine Follower doch auch in dem Wissen, dass die Wenigsten das lesen. Wird das nicht meine Nachrichten und meine Nachrichteninhalte verändern? Werden sie so flach, dass ich eigentlich nur noch twittere um mein Selbstmarketing zu steigern um bei Google ein besseres Ranking zu erzielen?
Kommunikation als Suchmaschinenoptimierung? Da wird sich was ändern, davon bin ich überzeugt. Denn schon geistern im Netz die ersten Hardcore-Selbstdarsteller durch die Diskussionsgruppen und zwitschern uns voll, ob wir deren Sermon hören bzw. lesen wollen oder nicht. Nur um sich bei Google zu verankern…
Und auch wenn ich noch nicht genau prognostizieren kann, was sich verändern wird – es wird auch ins echte Leben ausstrahlen, in die Offline-Kommunikation! Wenn ich online gewohnt bin, einfach nur meine Meinung hinauszuposaunen und eine Kritik oder Auseinandersetzung mit meinen Themen gar nicht mehr abwarten muss (denn meinen Tweet habe ich ja abgesetzt und mich dadurch bei Google verankert, also klicke ich weiter zur nächsten Seite, wo ich meinen verbalen Meinungsabdruck hinterlassen kann), bin ich dann im echten Leben überhaupt noch bereit, mich mit Anderen auseinanderzusetzen? Oder wird das meinen Umgang mit Bekannten/Freunden etc. ändern? Ich posaune auch hier meine Statements nach draussen und warte gar nicht auf Reaktion? hauptsache, die Welt weiß, was ich denke, mir doch egal, wie sie darauf reagiert?
Kommunikation als One-Way-Street?
Ich bin jedenfalls überzeugt: Es wird sich etwas verändern, ich wieß noch nicht genau was, ich weiß noch nicht genau, wann – aber ich werde darauf achten…
Denn das wird auch Auswirkung darauf haben, wie wir als Werbetreibende künftig mit unseren Kunden sprechen werden müssen….